News: Funke springt über (Auftritt vom 19.09.1009)
Funke springt über
Da haben sich die jungen Schalmeienspieler der Teterower
Musikschule sicher selbst gewundert, wie sehr ältere Semester auf ihre Musik
abfahren und mitgehen können.
Mit dem „Schneewalzer“ durchbrachen die jungen Leute die
Wand der Zurückhaltung der gebürtigen Karpartendeutschen und heutigen
Mecklenburgern. Sie schunkelten was das Zeug hält und nach Ende des Stückes
ertönten laute Jubel- und Bravo- Rufe. „Veronika der Lenz ist da“, „Ich wollt´
ich wär ein Huhn“ und die neu einstudierte Amselpolka kamen genau so gut an wie
„Komm hol das Lasso raus“ und „ein Stern, der deinen Namen trägt“.
Da hätte sich sicher auch so mancher Enkel gewundert, wenn
er seine Großeltern einmal so ausgelassen gesehen hätte.
„Einfach Klasse“, kommentierte Josef Pisch aus Malchin nach
dem Auftritt und tosendem Applaus. Und der Landesvorsitzende der
Karpartendeutschen, Gerhard Turzer, bekannte, ganz heiser vom Mitsingen zu
sein. Pisch beglückwünschte die jungen Teterower Schalmeienspieler noch, dass
sie sich so ein schönes Hobby gesucht haben.
Da kann man ihm nur Recht geben, auch wenn es zugegebenermaßen
ungewöhnlich ist, dass junge Leute zwischen geschätzten sieben und 16 Jahren
Stimmungsmusik für Ältere auf dem Kasten haben.
Aber sie hatten Erfolg. Und das ist es ja wohl was zählt,
wenn die Musikanten merken, dass der Funke ihrer Musik übergesprungen ist. Da
macht es selbst riesigen Spaß, Lieder zu spielen, die man sich zu Hause
vielleicht nicht auflegen würde.
Zeitungsbericht im Nordkurier
Von Eckhard Kruse über den Auftritt vom 19. 09.2009
Nachrichten von Doreen
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